+++Hamburg Cyclassics – My lovely Mister Singing Club!+++


Wenn sich die Hansestadt so richtig rausputzt und mit allerbestem Wetter am gesamten Wochenende aufwartet, kann das eigentlich nur eins bedeuten. Die Cyclassics stehen vor der Tür!
Das Promo-Team hat sich auch in diesem Jahr bereits am Donnerstagabend auf den Weg nach Hamburg gemacht, um sich ab Freitagmittag für drei Tage die Sonne mal ordentlich auf den Pelz scheinen zu lassen und die Werbetrommel für das Münsterland und seinen GIRO zu rühren.
Am Samstag stießen die restlichen Teammitglieder bis zum Abend dazu und auch in diesem Jahr fiel die Wahl auf das „Ahoi“, um die Taktik für den kommenden Renntag bei ´nem gepflegten Pils und einem Backfisch zu besprechen. Ist ja kein Kindergeburtstag und schließlich wollten wir in diesem Jahr herausfinden, ob wir auch auf der langen Distanz ein Wörtchen mitreden können.

Am Sonntagmorgen fiel dann um 07.30 Uhr der erste Startschuss für das ROSE Team Münsterland. In Persona machten sich somit Katrin und Clemens auf die altbekannten, 56,6 km langen Westschleife. Wenn jemand mal wissen möchte, wie man sich für einen Renntag ein wenig unter Spannung setzt, der darf sich vertrauensvoll an unsere neue Scheibenbremsen-Entlüftungs-Beauftragte Katrin wenden. Doch nachdem die Jungs von Shimano um 06.30 Uhr die Bremse wieder mit Bremspower versorgt hatten, konnten Clemens und Katrin ihr Feuerwerk abbrennen, was mit einem erneuten 3. Platz für Katrin belohnt wurde.

Um 08.10 Uhr ging es dann aus dem Block A für 7 Jungs des ROSE Team Münsterland auf die lange Distanz über 156,5 km. Die lange Runde ist die Kombination aus der im letzten Jahr, nach langer Abstinenz, zum ersten Mal wieder gefahrenen Ostschleife und der Westschleife.

Der Beginn war eigentlich wie immer… alles etwas hektisch, bis nach gut 20 km jeder so seine Position im Feld gefunden hatte. Nur irgendwie war in diesem Jahr alles einfach nen „Tacken“ schneller. Leckofanni Bellafanta, Maria Barcelona!
Unsere Taktik sah so aus, dass wir uns im Rennen zunächst einmal zurückhalten wollten, um zu schauen, wer alles so mitmischt und sich in den Vordergrund drängen möchte. Aber alles immer mit Tuchfühlung zur Spitze, um zu verhindern, dass eine Gruppe geht und wir wie die Frikadellen auf dem Abstellgleis stehen und den Zug verpassen.
Direkt von Beginn an fanden die ersten Attacken statt, die allesamt von verschiedenen Teams und Fahrern neutralisiert wurden. Das führte aber wiederum dazu, dass der Durchschnitt nach der ersten Rennstunde bei 43,7 km/h lag. Macht ja nix,… kehrt bestimmt gleich ein wenig Ruhe ein!
Von wegen,… PUSTEKUCHEN! Als es nach gut 86 km wieder nach Hamburg reinging und mittlerweile die zweite Rennstunde absolviert war, wanderte der Schnitt auf 43,8 km/h hoch. Geht doch nix über einen entspannten Sonntag!

Und so ging es dann weiter wieder aus Hamburg raus in Richtung Holm und nachher nach Wedel. Da die meisten Fahrer im Feld die lange Runde kannten, wussten alle, dass es bei km 137 nochmal ordentlich zur Sache geht,… der Kösterberg stand auf dem Plan. Und damit keine Langeweile bis dorthin aufkam, wurde der Durchschnitt nochmal kurz auf 44,1 km/h angehoben. Somit standen zum Abschluss der dritten Rennstunde und nach gut 135 km ein Stundenmittel von 43,9 km/h auf dem Tablett! HUT AB!

Nun kam der Kösterberg und hier trennte sich dann endgültig die Spreu vom Weizen. Da Malte, Christoph und Patrick eindeutig zum Weizen gehörten, konnten sich die drei nun auf den Tiefflug zur Mönckebergstraße einstellen. Bis dahin erfolgte dann auch wenig überraschendes, so dass die knapp 60 Fahrer starke Spitzengruppe geschlossen in die letzte wirkliche Rechtskurve vor dem Ziel einbog. Und ab dort war das Rennen leider gelaufen!
Denn leider wurden die langsamen Fahrer der kürzeren Distanzen nicht rechtzeitig vor der Spitzengruppe der langen Runde angehalten, wie in den Jahren zuvor auch, so dass die Zielgerade auf der Mönckebergstraße gerammelt voll war und einen Sprint-Royal unmöglich machte. Ein Sprint wäre das reinste Harakiri-Festival geworden und so entschieden sich zahlreiche Fahrer dazu, Tempo rauszunehmen und in den Lenker zu beißen. Schade!

Aber es war alles in allem einfach wieder ein hammergeiles Wochenende mit einer tollen Truppe und wir werden uns auch wieder im nächsten Jahr wieder zum Raceday wiedersehen. Danke Hamburg!

ROSE Team Münsterland
Cyclassics 60 (56,6 km)
3. Platz Katrin Riegelhof 1.22:26 AK 2
44. Platz Clemens Hartmann 1:20:07 AK 11

Cyclassics 100 (101,8 km)
210. Platz Christopher Post 2:26:39 AK 23

Cyclassics 160 (158 km)
12. Platz Malte Pallutt 3:34:14 AK 3
56. Platz Patrick Dören 3:34:14 AK 11
61. Platz Christoph Wisse 3:35:48 AK 23
82. Platz Tim Heuermann 3:41:01 AK 21
93. Platz Nico Wüstenfeld 3:44:30 AK 25
148. Platz Martin Dreinemann 3:47:30 AK 24
192. Platz Tobias Werner 3:47:42 AK 55